Abriss Konsument Warenhaus Dessau

Das Zentrale Handelsunternehmen „konsument“ war eine Warenhauskette und unterstand dem Verband der Konsumgenossenschaften (VdK) der DDR.
Es wurde mit Wirkung zum 1. Januar 1965 durch den Verband deutscher Konsumgenossenschaften eG (VDK) gegründet und war nach Centrum Warenhaus die zweitgrößte Warenhauskette des Landes.

Gebildet wurde die Warenhauskette aus größeren zuvor als Konsum betriebenen Kaufhäusern. Insgesamt waren bis 1966 elf Kauhäuser der neuen Kette unterstellt.
Flaggschiff der Kette war das 1966 umgebaute und von 8.000 auf 11.500 Quadratmeter Verkaufsfläche erweiterte Kaufhaus Konsument-Warenhaus am Brühl in Leipzig. 83 Prozent seiner Waren bezog Konsument direkt von den Herstellern.
Ab 1972 führte die Kette Wühltische nach westlichem Vorbild ein. 1988 betrieb die Kette 13 Warenhäuser und war ebenso groß wie das Pendant Centrum der Handelsorganisation (HO).

Nach 1990 wurde vom VdK der DDR und der Horten AG das Joint Venture „Horten-konsument“ gegründet, beide Gesellschafter hatten jeweils 50 Prozent der Anteile. Die Warenhäuser wurden von der neuen Horten-Konsument Warenhaus GmbH fortgeführt. Den 50-prozentigen Anteil der VdK eG verkaufte dieser nach der Übernahme von Horten durch Kaufhof im Jahr 1994 an Kaufhof.
In Dessau stellte Horten 1995 den Betrieb ein. Das Kaufhaus wurde geschlossen und stand mehr als 10 Jahre leer.

Dieses einstige Versandhaus (Handelshaus) Seiler für Stoffe und Tücher wurde im zweiten Weltkrieg völlig zerstört. 1945 nahm die Firma Eduard Zeeck im Keller mit einem Lager für den Großhandel Textil die Betriebstätigkeit wieder auf.
1949 übernahm die Konsumgenossenschaft das Gebäude. Zunächst wurde im Erdgeschoss ein provisorischer Verkauf eingerichtet.
Die komplexe Neugestaltung der Fassade, einschließlich dem Einbau der Schaufenster und neuen Eingänge erfolgte bis 1954. Sie wurde in Höhe des Erdgeschosses mit Naturstein verkleidet, am Dach mit einem Sims versehen und im übrigen glatt verputzt. Der Ausbau der Etagen erfolgte etappenweise bis 1957. Dafür wurden jährlich 100.000 Mark bereitgestellt.

Mit seinem 6.500 Quadratmetern großen Verkaufsraum war das Dessauer Warenhaus das größte im Bezirk Halle (bis zum Bau des Centrum Warenhauses an der Saale, mit 9.000 Quadratmetern). Der Jahresumsatz stieg von 36 Milionen Mark im Jahr 1964 auf 155 Millionen Mark 1989.
Die Verkaufs- und Lagerprozesse wurden ständig rationalisiert, das Warenhaus mehrfach komplex umgestaltet (1965/66, 1969/71, 1977/79, 1990 ). Gleichzeitig wurden neue Verkaufsmethoden und Angebotsformen durchgesetzt. (Quelle: MZ)

Nach der Wende bekam Dessau das erste „Westkaufhaus“ (Karstadt) im Osten, so wie es zuvor schon das erste Versandhaus (Seiler) aus ganz Deutschland hatte. Während der Luftangriffe des Krieges, die Dessaus Stadtzentrum zu 80% auslöschten, wurde auch das Kaufhaus Seiler ausgebombt. Doch die Fassade blieb trotzig stehen. 1965 eröffnete dahinter das Konsument-Warenhaus, welches im Jahr 2007 abgerissen wurde, um darauf ein ähnliches zu bauen.

 


Zusammengefasst

Kategorie: Industrie
Bundesland: Sachsen-Anhalt/Germany
Baujahr: 1875–1876
Verlassen seit: 1995
Status: abgerissen (2007)
Gesamtfläche: 6.500m²
Denkmalschutz:
Architekt:
Bauherr:

Erkundet: 2007
Foto-Copyright: URBAN ARTefakte
Text-Quellen: Wikipedia, Mitteldeutsche Zeitung

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