Abandoned NSA Spy Station

Der Teufelsberg im Grunewald

Der Teufelsberg ist ein Trümmerberg im Westen Berlins. Der Hügel – mit Aussicht über das Naturschutzgebiet Grunewald und die Havel – liegt im Ortsteil Grunewald (Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf) an der Teufelsseechaussee zwischen den S-Bahnhöfen Grunewald und Heerstraße. Er hat seinen Namen vom nahe gelegenen Teufelssee.

Auf dem Berg befinden sich die markanten Bauten einer Flugüberwachungs- und Abhörstation der US-amerikanischen Streitkräfte. Nach dem Abzug der Militärs wurde die Anlage von 1991 bis 1999 als Flugsicherungsradar-Station genutzt. Seitdem stehen die Gebäude leer und verfallen.

Er steht dort, wo einst die ersten Hochschul-Rohbauten standen, die als Teil der „Welthaupstadt Germania dienen sollten. In seinem Bauch stecken zudem 25 Millionen Trümmer von zerbomten Häusern Berlins, die der 2. Weltkrieg hinterlassen hat. Nach einer Begrünung mit einem Wald, entdeckte der amerikanische Geheimdienst NSA den Berg für sich und errichteten erst eine mobile, später eine stationäre Abhöranlage. Hiermit wurden die Luftraumkorridore zur BRD, aber auch der Funkverkehr der Ostblockländer überwacht. Diese Gebäude befinden sich immer noch, mittlerweile in sehr schlechtem Zustand, auf dem heute bei vielen Freizeitsportlern beliebten Teufelsberg.

Mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Fall der Berliner Mauer wurde die Station von den Amerikanern aufgegeben und die elektronischen Einrichtungen entfernt. Die Radaranlagen konnten aber noch eine Zeit lang als zivile Luftüberwachung für den Flugverkehr genutzt werden.

Zwischenzeitlich war die ehemalige Abhörstation an einen privaten Investor verkauft worden. Die Planungen für eine exklusive Wohnanlage, ein Museum und ein Hotel- und Tagungszentrum aber scheiterten. Das Areal befindet sich heute weiterhin in der Hand der inzwischen insolventen Investorengruppe.

Heute ist der Teufelsberg vor allem bei Mountainbikern, Wanderern, Gleitschirmfliegern und natürlich auch Sonnenanbetern beliebt. Im Winter ist der kleine Skihang gut besucht und auch die Langlauf-Loipe lädt zum Wintersport ein. Im Jahre 1986 fand anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins ein Weltcup-Slalom auf dem Skihang statt.

Das, was mich persönlich am Teufelsberg immer wieder fasziniert und weswegen es mich immer wieder dort hin zieht: ist die Aussicht – ob bei Sonnenschein oder Sturm und Gewitter, aber vor allem wegen der Radarkuppel samt Geräuschkulisse und wenn dort drin mal wieder Musik gespielt wird, ähnlich wie man das hier hören kann:

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