Disneyland GDR in Treptow-Köpenick

VEB Kulturpark Berlin – der Spreepark Berlin, bekannt als Plänterwald

Kindheitserinnerungen wieder beleben lassen. So dachte ich. Und so begann meine Geschichte mit dem ehemals Plänterwald, heute Spreepark Berlin, den ich einst als Kind und damals „Nicht-Berliner“ im Zeitraum; so ca. 1980-1983 besuchte. Erinnern: konnte ich mich an nichts mehr. Schaut man sich allerdings bei Wikipedia die Daten einzelner Fahrgastgeschäfte an, sind von den „alten Sachen“ kaum noch welche erhalten oder ruhen irgendwo in Peru, wo sie Norbert Witte einst nach seiner Insolvenz ins Ausland „umsiedelte“. Das sah damals ungefähr so aus, die Postkarte ist aus 1983:

vebkulturparkberlin

Weder von den Imbissstuben habe ich noch irgend etwas leckeres in Erinnerung (wie sie z.B. aus späteren Jahren vom Alexanderplatz zu DDR-Zeiten erhalten sind, als ich mich dort mit Dingen vollfutterte, die es in der Provinz nicht gab); noch von irgendwelchen Punks, die dort ihren Spaß hatten.

„Der Park gehört zu den Top-10-Orten weltweit“

Titelt ein Zitat eines Besuchers in der Presse. Die Geschichte des Freizeit- und Vergnügungsparks Spreepark im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick reicht ins Jahr 1969 zurück. Damals eröffnete auf einer Fläche von 29,5 Hektar der Kulturpark Plänterwald. Er war der erste und lange Zeit auch der einzige ständige Vergnügungspark in der DDR und weit über die Grenzen Berlins bekannt.
Im Gegensatz zu westlichen Freizeitparks, die meist einem thematischen Konzept folgen, war die Idee des Kulturparks Plänterwald relativ schlicht: Ein großer Teil der Anlage war eine einfache Asphaltfläche, auf der Fahrgeschäfte und Kirmesbuden errichtet wurden. Die Hauptattraktion war ein Riesenrad, welches 1989 nochmals erneuert wurde und mit 36 Gondeln 45 Meter in die Höhe ragt. Ein Foto vom alten Riesenrad ist hier zu sehen. Zu DDR-Zeiten besuchten jährlich bis zu 1,7 Mio. Menschen den Kulturpark Plänterwald.
Nach der Wende ging der Spreepark an Norbert Witte weiter, der ihn in die Insolvenz trieb. Mit welchen Geschäften, erzählt er hier selbst im Video: Achterbahn.

Zurück zum Tag

Die Dinosaurier und die Schwäne gab es damals noch nicht. Den Mammut habe ich leider für´s Foto nicht mehr gefunden. Gab es ihn 2013 eigentlich überhaupt noch?
Vieles ist neu hinzu gekommen, viele Wege sind anders und neu; das Cowboydorf schon lange abgerissen. Aber, einiges war dann doch noch da, was sich „Alt-England“ nennt:

Leider war an diesem Tag unsere Führung mit der doppelten Anzahl von Besuchern bestückt (irgend ein Geo-Cacher Event), was ein entspanntes fotografieren leider kaum möglich machte. Zum Mitteag war auch das Licht nicht optimal; nichts desto trotz war es ein toller Nachmittag, zumal es auch ein Bloggertreffen war, zu dem ich eingeladen wurde.

Nachtrag, 2014: Der Spreepark ist erneut einem Großbrand zum Opfer gefallen.  Alt-England (siehe Fotos oben) ist abgebrannt. Ansonsten gibt es noch einen ausführlichen Blogbericht über den Park (archiviert) der sich nennt: Lost World Plänterwald.
Weiterhin zählt auch das Eierhäuschen mit zur Location des Spreeparks, was etwas weiter abgelegen, in einem Waldstück zu finden und nicht begehbar ist. Dieses hatten wir kurze Zeit später auch noch aufgesucht.

Nachtrag, 2017: Im Spreepark wurde auf einem 500m² Areal das Gift Arsen entdeckt, weswegen 1.500 bis 2.000 Tonnen belasteter Boden ausgetauscht werden mussten – bis zu einer Tiefe von 2,50 Metern. Angeblich soll es sich um eine alte Kontamination handeln.

Und hier die restlichen Fotos:

Und zum Abschluss noch ein bisschen Bewegbild zum Park:


Zusammengefasst

Kategorie: Kultur & Gastronomie
Bundesland: Berlin/Germany
Baujahr: 1969
Verlassen seit:
Status: in Sanierung
Gesamtfläche: 29,5 Hektar
Denkmalschutz:
Architekt:

Erkundet: 2013
Foto-Copyright: URBAN ARTefakte
Text-Quellen: Wikipedia, BZ-Berlin, Spreepark

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