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steffi-reichertVorwort – wie alles anfing…

Was fotografiert man in einer Stadt in Sachsen-Anhalt, die nur noch aus Rückbau besteht?
Entweder man lässt es bleiben oder man arrangiert sich.

Ich tat letzteres, zusammen mit Christina (Frau S-Punkt) aus Dessau in Sachsen-Anhalt und somit ist dieses Thema für mich an sich nichts Neues, nur sind ab ca. 2004 viele Faktoren hinzugekommen. Sie war es auch, die mich ab dieser Zeit zur Fotocommunity führte, bevor flickr fototechnisch interessant wurde.

Damals waren meine Fotografien noch unter Industriekultur zu finden. Lange gab es dafür keinen Namen bzw. Hype, aber: es gab genug Gebäude davon. Ob in Dessau, Bitterfeld, Wolfen, Vockerode, Muldenstein u.u.u. Nach dem Mauerfall ging ein Betrieb nach dem anderen pleite…Der Rückbau Ost machte sich fast selbständig.

Und so sieht das dann aus – damit begann meine „Industriefotografie“ oder auch Architektur von gestern, aus 2005:
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Kindheit, Jugend & der Weg nach Berlin

Was mit reinem Rückbau anfing, erweiterte sich u.a. durch meine ehemalige Arbeit für den Heimatverein Dessau-Alten seit 2005 auf Architektur. Ich hatte dadurch die Möglichkeit, mit dem Stadtarchiv – und Landesarchiv Dessau zusammen arbeiten zu können und bin auch somit – was Dessau betrifft – an viele Informationen gekommen, was die Stadt Dessau geschichtlich in ein ganz anderes und interessantes Bild rücken lässt.

Denn ich habe eigentlich überhaupt keinen Bezug mehr zu dieser Stadt. Es sind nur noch die Fotos, Lost Places, die Geschichte, die mich hält und mich immer mal wieder zurück kehren lässt; ausgenommen einige Freunde, die es – warum auch immer – weiterhin in dieser Stadt hält.

Mittlerweile ist aus dem Rückbau in Dessau der sogenannte Stadtumbau Ost geworden! Eine Liste, was bisher und vor allem – wie viel in Dessau abgerissen wurde und auch wo – kann hier nachgelesen werden.

In meiner Kindheit habe ich bereits die Chronik über den Stadtteil Dessau-Alten in Zeichnungen, schriftlichen Texten und Zeitungsfunden in Ordnern festgehalten. Ich war in der AG Kunst sowie Geschichte und schon sehr früh an diesen Themen interessiert, was auch später nicht abflauen sollte.

Ich habe 2005 beim Heimatverein Dessau-Alten ein dickes Fotobuch & eine Chronik erarbeitet. Das Buch bzw. die Hefte beruhen aber nicht nur auf Fotografie, sondern ich habe dazu viel geschrieben, Texte erstellt, gezeichnet, Menschen interviewt etc. Natürlich mit Kollegen, die mir dabei halfen. Das Buch konnte leider (aus finanziellen Gründen) nicht realisiert werden und steht somit bei mir ungebunden im Bücherregal. Die Cover und einzelne Hefte kann man sich allerdings hier anschauen und sind natürlich beim Heimatverein in Dessau-Alten erhältlich!

Seit 2007 lebe ich nun in Berlin. Eine Hochburg für Lost Places. In unregelmäßigen Abständen immer mal wieder aktiv dabei, meine Umgebung in Fotos festzuhalten! Aufgrund meiner Herkunft bin ich natürlich sehr an Lost Places aus DDR-Beständen interessiert! Fotografisch & geschichtlich.

Ich arbeite mit älterer Ausrüstung und muss somit das meiste mit der Bildbearbeitung rausholen.


Info & Distanzierung – was ich nicht bin und nicht will:

Zum Ärgernis aller Urbexer sind meist alle Lost Places durch Vandalismus verwüstet oder sogar leer geräumt. Da ein „Urbexer“ eigentlich immer auf der Suche nach Lost Places ist – die noch so vorhanden sind, wie sie einmal verlassen wurden, werden meinerseits genaue Daten der Locations nicht preis gegeben. Auch nicht für Geocacher! Es sei denn, sie sind hier geschrieben, weil sie geschützt nicht zugänglich, Museumspark, „In-Locations“ oder im Abriss/abgerissen sind.

Ich bin weder Schatzsucher, Militaria- oder Munitionssammler noch Abenteurer oder „Schleicher“, sondern verstehe mich eher als „Geschichtskundler“. Eng daran geknüpft sind Objekte aus DDR-Zeiten, die immer noch sehr viel politische Geschichte zur Aufarbeitung preis geben.
Menschen, die Kriegshandlungen und vor allem die NS-Zeit verharmlosen, verherrlichen oder glorifizieren, gibt es leider immer wieder. Hiermit möchte ich nichts zu tun haben und distanziere mich klar davon.

Bei mir ist es ein Mix aus dem Versuch, anspruchsvolle Fotos in den Kasten zu bekommen und vergangene Zeiten dokumentarisch mit geschichtlicher Recherche zu den Objekten festzuhalten. Manchmal sind sie auch nicht anspruchsvoll, erfüllen dann aber dokumentarisch weiterhin ihren Zweck!

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